Mensch, Mogrian!

Davie und ich

Meine Geschichte mit Davie begann sehr wiederwillig.

Ich bin ein Hundetyp mit eigenem Jagdhund. Schon immer.

Katzen können gern bei anderen wohnen, aber doch nicht bei mir.

Die Ankündigung, dass bald ein kleiner Kater meine Wohnung entern würde, brachte mich mehr als aus der Fassung.

Um ehrlich zu sein, drohte ich meinen Auszug an, schäumend vor Wut darauf, vorher nicht gefragt worden zu sein. Und nicht nur den Auszug, nein, ich würde das Land verlassen.

Ich kenne alle Horror Stories über Katzen.

Sie pinkeln in der Wohnung überall hin, zerkratzen die Möbel und zerreißen die Gardinen.

Meine Lust mit so einem Wesen zusammen zu wohnen, war mikroskopisch klein.

Davie zog ein, klein, struppig, mit riesigen Augen und mit ihm nasse Bettdecken, eine kaputte Lampe, zerkratzte

Möbel, Gardinen mit Löchern und eine mehrere Tage durchlaufende Waschmaschine. Hatte ich es doch gewußt.

Aber mit ihm kam auch, sein genüßliches Schnurren, sein Schmusen, sein Blick, aus den Bernstein braunen Augen. Ein kleiner, gefilzter Ball, den er besser apportierte, als ein Hund.

Im Leben gibt es Dinge, die sich ganz langsam und heimlich in dein Herz verkriechen. Bald schlief er bei mir im Bett. Ich kaufte, nie hätte ich es für möglich gehalten, Katzenfutter und Spielzeug für den kleinen Racker.

Egal, wie eine Beziehung beginnt, das Ende ist offen.

Und manchmal braucht es ein kleines, nerviges Fellbündel, um zu zeigen, dass Liebe keine Unterschiede macht.