Kelten, Mythologie und Leben

Ein wunderschönes Lugnasath

Das keltische Erntedankfest

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit den Kelten, mit ihrer Geschichte und Mythologie.
Die Erkenntnisse sind nicht besonders üppig. Die Kelten schrieben nichts auf, die römischen Berichte muss man mit Vorsicht genießen, denn sie waren Feinde.
Dazu kommt, dass das Keltentum einige Jahrhunderte später eine wahre Romantisierung erfahren hat, in der man immer tollere Geschichten erfand, die nicht belegbar sind.
Doch trotz alldem haben sie Spuren hinterlassen.
Besonders in den Genen der Europäer, denn sie besiedelten ein riesiges Gebiet durch ganz Europa und es ist unwahrscheinlich, dass wir nicht den einen oder anderen keltischen Vorfahren haben.

Ihr Leben in der Eisenzeit war kein leichtes, ständig bedroht und abhängig von der Natur. Sie trieben Handel, bauten Straßennetze noch vor den Römern und waren sozial kultiviert. Ein römischer Berichterstatter schilderte das so; sie frassen und soffen und waren zügellos, gleich der Kinder. Spaß hatten sie, nenne ich das.
Hunderte von Gottheiten wurden verehrt. Druiden waren machtvoll und sogar die Anführer der keltischen Völker richteten sich nach ihrem Urteil.
Die Kelten verwüsteten unter anderem Rom, bestritten einige heftige Schlachten.
Frauen kämpften ebenso erbarmungslos, wie die Männer.
Später verschmolzen römische, germanische und keltische Kultur.
Nur eine kurze, sehr kurze Zusammenfassung denn es geht ja um Lungnasath.

Dankbar sein für alle Gaben der Natur

Zu Zeiten der Kelten war der Winter eine wirkliche Bedrohung.
Hatte die Natur nicht genügend bereitgestellt, begleitete der Hunger die Menschen.
Einige verhungerten, andere erfroren oder starben an Krankheiten.
So feierten sie die Erntegaben, kalkulierten die Mengen und opferten ihren Göttern.
Es war ein Umbruch. Die Nächte wurden länger, die Luft bereits kühler und die Natur bereitete sich auf den Herbst vor.

Auch ich haben heute den Tisch geschmückt.
Wir kaufen zwar in Supermärkten ein, aber wir dürfen nicht die Augen davor verschließen, dass unsere Ernährung auf fragilen Beinen steht.
Nichts ist selbstverständlich.

 

Tradition und Rituale

Meine Seele schwingt mit uralten Bräuchen und Traditionen.
Natürlich einwenig modernisiert.
Aber diese naturverbundene, pure Anschauung des Jahreskreises strukturiert meine Zeit durch die Monate.
Tradition macht glücklich, gibt Sicherheit, ob wir nun Christ, Moslem oder sonst einem Glauben anhängen. Menschen ohne jegliche spirituelle Affinität sind eingeladen, trotzdem ihr Jahr zu feiern.
Mittsommer, die Tag und Nacht Gleiche im Herbst und im Frühling, Wintersonnwende, Beltane, Samhain, die Rauhnächte, religiöse Feiertage, für jeden ist etwas dabei.
Der Jahrenskreis entspricht dem Leben.
Kommen und gehen.
Wachsen und ernten.
Der ewige Kreislauf der Zeit mit seinem Licht und den Schatten.

Feiert die besonderen Tage, esst üppig, genießt die Sonne und das Licht, lacht und tanzt, geht in euch und bedenkt euer Leben, die Kreise die es zieht.
Erdet euch und seid dankbar, dass uns die Erde noch ernährt.

Das Rädchen dreht sich immer weiter und kein Augenblick kommt zurück.

 

 

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