Aus dem Nähkästchen einer Kartenlegerin

Beziehungsbausteine

Da sehnt man sich oft lange nach einem Partner und dann das!
Die Erfahrung hat wohl schon jeder das eine oder andere Mal hinter sich gebracht oder steckt gerade mitten drin.
So möchte ich einige erprobte, erfahrene und wirksame Tipps teilen.
Manche fühlen sich womöglich zuerst ungemütlich an.
Aber es lohnt sich in jedem Fall es mal zu überdenken.

Beziehung in ihren Bausteinen

Der Ich-bezogenheit-Stein

Gerne genommen und üppig verbaut.
Das Trotzprogramm aus “du erfüllst meine Bedürfnisse nicht”, “ich will rechthaben” bis “ich habe ein grundsätzliches Recht auf…”
Irgendwo verständlich, aber nur irgendwo. Eine Partnerschaft schließt schon allein aus der Tatsache, dass zwei Menschen daran beteiligt sind, einen Egotrip aus.
Keiner wird es lange mitmachen Pausenclown, Therapeut, Wunschautomat oder Charakterprotese des anderen zu sein.

Der böse-Absicht-unterstellen-Stein

Jedes Wort, jede Aktion des Parners, die nicht der eigenen Nase nach geht, ist böse Absicht. Er ist gemein, ungerecht und sozial völlig daneben.
Wieso eigentlich? Was weiß man schon über die Beweggründe anderer?
Vielleicht reagiert unser Partner so, weil ihm schlechte Erfahrungen noch in den Knochen stecken, vielleicht hat er Angst, Sorgen oder ist unsicher.
Bevor wir genervt reagieren, wild um uns spekulieren und böses unterstellen, lieber Luft holen und zuhören, ruhig nachfragen oder erstmal eine Nacht darüber schlafen.

Der Mut-Stein

Einer meiner Lieblingssteine. Mut braucht man, um sich zu entschuldigen.
Fehler eingestehen, Vertrauen, Freiraum einräumen, Unterstützung, Loyalität, lieben was ist, dazu braucht man Mut.
Um sich zu streiten, zu lügen, den anderen zu beschuldigen braucht man keinen Mut. Das ist feige, das ist unreif und das ist ohne Frage der leichteste Weg.

Der Streit-Stein

Recht haben wollen spaltet, es richtet in manchen Fällen nicht mehr reparabele Schäden an. Und wer kann schon genau sagen, ob er tatsächlich recht hat und ob es wirklich so elementar wichtig ist, sich durchzusetzten?
Was genau haben wir von einem Sieg über den Partner?
Wieviel ist mir mein Partner wert? Will ich ihn verletzten? Seine Meinung degradieren? Vermeintlich gewinnen? Oft rächen sich diese Gewinne irgendwann schmerzlich.
Kompromisse schließt man nicht mit vorgehaltener Pistole.
Einen Moment in sich gehen und nachfühlen wie es wäre, wenn man uns unsere eigenen Worte an den Kopf schmeißen würde, das wirkt Wunder.
Bedenke bei jeder Handlung das Ende. Leider fällt mir die Quelle nicht mehr ein.
Aber ich finde es sehr weise. Vernünftig miteinander reden.
Ansonsten sofort für die, in der Hitze des Gefechts, gefallenen Worte entschuldigen, einlenken und eine gemeinsame Lösung suchen.

Der In-Nachbars-Garten-sind-die-Kirschen- süßer-Stein

Nein, sind sie nicht. Der neue, faszinierende Typ ist nur eine wunderbare Projektionsfläche für unsere Wünsche und Träume. Da ist ja auch noch nicht viel passiert. Kein Alltag, seine nervigen Angewohnheiten und schrägen Freunde kennen wir noch nicht, es sind noch keine bösen Worte gefallen.
Eine Illusion, die uns einer erfüllten Beziehung nicht näher bringt, sondern uns davon entfernt.
Auch spürt der eigenen Partner sehr wohl, dass wir uns nicht verbindlich für ihn entscheiden, mit angezogener Bremse aus der Heckscheibe linsen, um zu sehen, wer sonst noch so rumfährt.
Das fördert keine Nähe, es verletzt extrem.

Der Ich-bekomme-keine-Blumen-Stein

So wie wir einem eigenen Belohnungstyp angehören, genauso tut es unser Partner.
Das hat mit seiner Erziehung, der Prägung und der Persönlichkeit zu tun.
In Franken sagt man; ” Nicht geschimpf ist gelobt genug! ”
Es mangelt nicht an Zuneigung, wenn der andere partout nicht auf den Gedanken kommt Blumen zu kaufen oder mit Komplimenten um sich zu schmeißen.
Er zeigt die Zuneigung nur auf eine Weise, die wir nicht verstehen, weil wir schlicht auf andere Zeichen warten.
Grob gibt es drei veschiedene Belohnungsarten.
Geschenke, Lob und Anerkennung, Taten
Es kann schon das größte Kompliment sein, alle erforderlichen Löcher in die Wand zu bohren, ungefragt den Müll herauszubringen oder still und heimlich das Auto seiner Herzdame zu betanken, weil er genau weiß, dass sie das nicht mag.
Es gibt die leisen Zeichen, man muss nur sensibel werden.
Alles eingeforderte würde nur aufgesetzt sein und käme nicht von Herzen.

Der Ich-kenne-dich-in-und-auswendig-Stein

Wer kennt schon einen Menschen? Wir sehen nur vor den Kopf, nie hinein.
Wie oft würgen wir ein Gespräch ab, ach, das kennen wir schon.
Für was interesssiert sich mein Partner?
Wie geht es ihm eigentlich wirklich?
Hat er etwas enteckt?
Es fällt in einem Beziehungsalltag so viel hinten hinunter.
Das Interesse für den Partner, die Entdeckungslust darf nie verloren gehen.
Der Partner wird nicht langweilig, sondern wir stellen die Bemühungen der ersten Verliebtheit ein, sobald ein sicherer Hafen in Sicht ist.
Wir können zusammen ein buntes Leben führen, wir müssen uns nur füreinander interessieren, als würden wir uns das erste Mal sehen.

Der Ich-kann-deine-Familie-nicht-leiden-Stein

Was wir auch fühlen, niemals dürfen wir gegen Menschen kämpfen oder herziehen, die unserem Partner wichtig sind.
Ich will das jetzt nicht begründen, denn das tut es aus sich heraus.

Und nun zu uns, Selbstliebe!

“Gehe mit der Seele deines Partners um, als wäre es die eigene”
Ach, um Himmels Willen bloß nicht.
Die meisten Menschen können sich nicht besonders gut leiden. Sie quälen sich mit Vorwürfen, Kritik und gefühlter Wertlosigkeit.
In ihrem Sein gibt es viele Brüche, die darauf warten erlöst zu werden.

Ich habe vor einiger Zeit von einer kleinen Studie gehört, die herausfand, dass Menschen ihrem kranken Tier alle Medikamente und Behandlungen zu teil werden lassen, während sie selbst bei Beschwerden dazu neigen nicht zum Arzt zu gehen, oder die Medikamente nicht wie verordnet einzunehmen. Sie sind sich nicht wichtig.
Das kann ich nur aus meiner Berater Praxis bestätigen.
Man sorgt sich um den Partner, die Kinder, die Haustiere, die Freundin etc.
Doch nur einmal nachgefragt; und wie geht es dir denn so?
Sehe ich in ratlose Gesichter und bekomme keine vernünftige Antwort.
Wer sich selbst so verliert, der wird keine erfüllende Beziehung führen können.
Selbstfürsorge ist kein Egoismus.

Also drehen wir es um;

Behandele deine Seele so, als wäre es die Seele deines Liebsten

 

Liebe Männer, da ich meist weibliche Kunden habe, denkt euch bitte den Text um.

 

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