Die Große Mutter und die Grüne Hexe

Mogrians Sonntagsgedanke

Diese Woche hat mich der Abschied von dem Gletscher Okjökull in Island sehr bewegt.
Und natürlich die zerstörerischen Waldbrände des Amazonasgebietes.

Die Kelten hatten großen Respekt vor Tieren und Pflanzen. Sie wussten von der Notwendigkeit, die Natur zu erhalten und zu ehren. Sie wussten noch, die Natur ist Lebensgrundlage. Da waren die Früchte des Bodens und das Holz des Waldes. Mutter Natur ernährte, schenkte Holz zum Heizen, Holzkohle zum Schmieden und um Unterschlupf zu bauen. 
Die Jahresfeste ehren diese Abläufe, bitten und danken für reiche Ernte und darum, die Naturgewalten sanft zu stimmen. 

Ohne Natur kein Leben. Nicht hier und auch nicht anderswo.

Ich als Mutter wünsche mir für meine und unsere Kinder, dass auch sie noch ernährt werden und die Schönheit dieser Erde genießen können.
Ich wünsche mir, dass die Luft auch in Zukunft noch frisch und gesund ist.
Ich hoffe, dass die Vielfalt der Tiere und Pflanzen erhalten bleibt, denn nach uns kommen immerhin unsere Kinder, wir sollten keinen Scherbenhaufen hinterlassen.

 

Oft schäme ich mich, weil wir so wenig an die Zukunft denken und glauben.  Und weil Geld scheinbar wichtiger ist, als die Bemühungen, unseren Nachkommen und den Tieren ein Zuhause zu erhalten.
Wir machen uns nicht die Mühe selbst zu denken und zu fühlen, sondern glauben was uns vorgehalten wird, die Hintergründe wollen wir nicht sehen.
Was wäre so schlimm an einer autofreien Innenstadt, an Tempolimits oder fleischfreien Tagen? Wie abhängig wir doch geworden sind.
Dass Arbeitsplätze unser kleinstes Problem sind, wenn Wasser nicht mehr vorhanden oder trinkbar ist, Nahrung nicht mehr angebaut werden kann, die Luft kaum zum Atmen taugt und die Naturkatastrophen unsere Häuser zerstören, hat auch noch niemand erwähnt. 

Ist denn ein neuer Planet, wo wir unter Folien wohnen und draußen Helm und Anzug tragen soviel attraktiver?
Sollten wir uns nicht bemühen, auf dieser Erde unsere Lebensgrundlage zu erhalten?
Sollten wir nicht dankbar sein, einen so perfekten Planeten zu bewohnen und alles dafür tun (oder manches einfach lassen) ihn gesund zu erhalten?

Wir haben eine einzigartige Erde mit wunderbaren Pflanzen und Geschöpfen.
Wie lange wollen wir noch jegliche Verantwortung von uns weisen?
Uns aufführen, als gäbe es kein Morgen und gleichzeitig unsere Kinder lieben, die aber auf der ausgebeuteten, verpesteten Erde leben müssen, wenn alle (wir), die für diesen Zustand verantwortlich sind, schon lange in der Erde ruhen?
Es ist Zeit sich selbst nicht mehr so wichtig zu nehmen, sondern übern den Tellerrand hinaus zu blicken.
Uns allen zu Liebe!

Eine schöne Woche wünsche ich Euch, Mogrian