Mogrians Sonntagsgedanken

Mogrians Sonntagsgedanken

Es ist schon wieder Sonntag, es soll langsam herbstlicher werden und ich bin voller Vorfreude. Bunte, raschelnde Blätter, Regen und Wind, die Herbstfeste Mabon und Samhain, das Licht zieht sich zurück.
Der ewige Kreislauf, Kommen und Gehen.

Auch in uns ist Licht und Dunkelheit. Das musste ich diese Woche durch das Ansinnen einer Klientin erfahren.
Ihre Sehnsucht war voller Selbstsucht, ohne Mitgefühl für die Menschen, die dadurch geschädigt werden.
Behutsame Versuche sie gedanklich in eine Distanz zu leiten, die Dinge auch von anderen Seiten zu betrachten, ließ sie mit einem „Ich will aber…“ abprallen.
Es fügt ihr Leiden zu, Leiden, für das sie sich entschieden hat.

Unsere Gesellschaft gaukelt uns gerne vor, ein Recht auf alles zu haben, doch es ist in keinster weise so.
So groß die Verliebtheit, der Wunsch oder die Sehnsucht, wer seine Glückseligkeit auf dem Unglück anderer aufbauen will, hat auf Sand gebaut.
Wir ernten, was wir säen.
Das kann auch die moderne, interaktive Gesellschaft nicht vom Tisch wischen, mit ihren bunten Photo Shop Bildern und den immer gleichen, lauen Mantras.
Wir müssen lernen zu akzeptieren, das Menschen nicht frei verfügbar sind.
Sie leben in Familien, sie entscheiden sich frei und haben ein Recht darauf.
Was nicht zu mir gehört, auch wenn ich es mir krampfhaft einbilde, gehört nicht zu mir.
Wir müssen uns erlauben diese Sehnsüchte loszulassen.
Müssen Frieden schließen mit dem Gedanken, dass für uns manche Menschen nicht erreichbar sind.
Wir können den Schmerz gehen lassen, dann entsteht Platz für Neues.
Das Leben ist so, vieles ergibt keinen Sinn, hat manchmal auch keinen erkennbaren Nutzen, ist ungerecht und schmerzhaft.

Ich tue nicht alles, nur des Geldes wegen.
Ich habe sehr wohl einen Kodex, den ich schätze.
Grenzen setzen, persönliche, moralische Grundsätze, ich bin nicht für alles zu haben.
So sollte sich jeder einmal Gedanken machen, Gedanken wie weit er mitgeht.

Eine schöne Woche wünsche ich Euch, Mogrian

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