Mogrians Sonntagsgedanken

Mogrians Sonntagsgedanken

Wenn ich die Milchstrasse betrachte, diese unglaubliche Größe, diese Dunkelheit, wird mir irgendwie anders.
Wir sitzen auf einem winzigen Planeten, auf einem kleinen Nebenarm.
Nichts ist sicher, nichts ist kuschelig.
Die Bilder sind wunderschön, doch das beklemmende Gefühl werde ich nicht los.

Die IAA mit ihren glänzenden, nagelneuen Autos hat mich diese Woche umgetrieben.
Als ich den Interviews mit Besuchern lauschte, stellte ich erstaunt fest, wie sehr man noch das Ego mit einem heiligen Blechle poliert, wie rückständig und nach gestern gewandt die Köpfe noch sind.
Allerdings horchte ich erfreut auf, als die Kamera vor den Türen der Potenz-Ausstellung die Menschen filmte, die zukunftsgewand gegen die altmodische Verherrlichung der Gehhilfen protestierten.
Bessere Öffis, menschenfreundliche Städte, Umkehr.
Wie gerne wäre ich dabei gewesen.
Schon als Jugendliche habe ich an Fahrraddemos teilgenommen und ich wäre sicher auf der Autobahn mit meiner geliebten Bärbel dabei gewesen.

Danach ein Bericht über die gigantische Reinigungsaktion am Rhein.
Menschen, die verstehen um was es heute geht.
Auch wir sammeln immer wieder Müll aus unserem Gassi Wald.
Und jedes Mal frage ich mich, wieso schmeißt man seinen Müll nicht in den Abfalleimer?
Faulheit, Dummheit, schlechte Kinderstube?

Der Kreis derer, die ein Gewissen und eine Ahnung von der Vergänglichkeit der Natur und damit uns haben, wird immer größer.
Ich hoffe sehr, dass wir in eine bewusstere Zukunft steuern.

Nochmal zur Milchstrasse.
Die Menschheit sitzt auf ihrem Planeten fest, sozusagen.
Alle Raumfahrt-anderer Planet-Fantasien sind doch nur Jules Verne Träumereien.
Wir haben ein Zuhause, wir müssen uns nur gut darum kümmern.
Wer würde die eigene Wohnung vermüllen, anzünden und zerstören?
Wie albern von Verzicht auszugehen. Wir werden durch alternative Möglichkeiten bereichert.
Die ewig Gestrigen mit ihrem altmodischen, engstirnigem Festkrallen an allen möglichen Dingen, mit denen wir es soweit getrieben haben, bis wir da waren wo wir jetzt sind,
sind zu lächerlichen Auslaufmodellen geworden.

Am 20.9 ist großer Fridays-for-Future Tag in vielen Städten.
Auch „die Großen“ sind eingeladen dabei zu sein.
Ich bin dabei!