Alte Bräuche und Hexenwissen · Kelten, Mythologie und Leben

Mabon

Um den 22.September feierten die Kelten die Herbsttagundnachtgleiche.
Die Sonne steht ein zweites Mal im Jahr im Null-Grad-Punkt, Tag und Nacht sind gleich lang, es herrschen Ausgeglichenheit, Gerechtigkeit und Harmonie.
Wir kenne das von Yin und Yang.
Ihr Name ist Mabon, sie markiert das Ende der Ernte, die Tage werden kürzer, es wird kälter, die Arbeit wird mehr und mehr nach Innen verlegt.
Zeit, Kleidung zu reparieren, zu spinnen, zu weben, Werkzeuge herzustellen und zu pflegen.
Die Nahrung für den Winter musste eingefahren und haltbar gemacht sein.
Supermärkte gab es nicht, die Ernte war Herr über Leben oder Tod.
Mutter Natur wurde für ihre Großzügigkeit gedankt und auch heute feiern wir,
die Hexen, Menschen die sich dem Neopaganismus verbunden fühlen, aber auch alle, die das Glück hatten, mit den alten Bräuchen aufzuwachsen.

Das ist Mabon

Mabon ist die letzte Speiche im Jahresrad.
Die Bahn des Sonnenkönigs beschreibt noch bis zur Wintersonnwende eine Abwärtskurve zur Erde.
Während die Natur sich zurückzieht, die Blätter fallen, es stetig kälter wird und sich die Farben verändern, denken wir zurück an das sich verabschiedende Jahr.
Die Zeit ist von Dankbarkeit erfüllt, gleichzeitig machen wir Inventur, Freud und Leid, Misserfolg und Abschiede, Glück und unvorhergesehene Geschenke in unserem Leben werden noch einmal betrachtet.
Wir begutachten die Früchte unserer Arbeit und bereiten uns auf die Stille Zeit vor.
Mabon eignet sich für Zauber, die mit Abschluss, Loslassen oder einem generellen Rückgang zu tun haben.
Gewicht verlieren, belastende Gedanken loslassen, Frieden schließen oder eine Beziehung beenden, die uns nicht mehr gut tut.
Was uns einschränkt, darf angesehen und losgelassen werden.
Unser Neujahrsfest ist Samhain.
Zeit also, alles ungesunde, störende aus dem Leben zu verbannen und frisch und gestärkt, voller Vorfreude das neue Jahr zu beginnen.

Wie feiern wir Mabon

Da Mabon für Gleichgewicht steht, ist es wertvoll für Ausgleich zu sorgen.
Aktivität und Passivität in Einklang zu bringen.
Eine Meditation, ein Spaziergang, der ermöglicht, in uns zu gehen.
Feiern und gut essen mit Familie und Freunden.
Stress abbauen und ganz bei uns sein.
Die Sorgen einen Tag in die Schranken weisen und vertrauensvoll in die Zukunft Blicken.
Die Sonne tritt in das Waage Zeichen ein. Astrologisch steht das für Frieden, Diplomatie und Balance. Wir können uns heute versöhnen, denn Streit sollte man nie ins neue Jahr hinübertragen.
Sinnvolle Strategien entwickeln, um das Leben wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Wir stimmen uns ein auf Himmel und Erde.
Bereiten uns vor auf Samhain und die stille Zeit um die Rauhnächte, in denen die Schleier zur Anderswelt, zu unseren Ahnen und Geistwesen durchlässiger werden.
Wir können uns mit unserer Vergangenheit verbinden und alte Wunden heilen.
Wir besinnen uns alter Traditionen und dem ewigen Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt.
Ich schmücke Garten und Haus, besonders meinen kleinen Altar.
Zünde Kerzen an, schreibe in mein Journal, koche etwas leckeres und lege Karten.
Ich gehe zum Sonnenuntergang in den Wald und nehme ein kleines Opfer mit, denn ab Mabon gehören die Früchte des Waldes den Tieren für die Vorbereitung auf den Winter.
So schenke ich ab heute und sammle nicht mehr.
Was auch immer dir gut tut, alles ist Magie und du kannst die Rituale finden und feiern, die dir ganz persönlich gut tun.

Wieder ist das Jahr einen großen Schritt weiter und wir nähern uns Samhain, dem Julfest und den Rauhnächten.
Ich freue mich schon darauf, mit euch feiern zu dürfen.

Happy Mabon