Rauhnächte

1.Rauhnacht 25.12.2019

1.Rauhnacht von Kartenlegerin Mogrian, Erlangen

Nun sind sie also da. Die Rauhnächte.
Ich richte mir jedes Jahr einen Altar her. Kerzen, Lieblingsstücke und Dinge, die während dieser mystischen Zeit zusammenkommen. Steine, Ästchen, Tannenzapfen, quasi alles, was mir in diesen Nächten zur Seite steht.
Ich meditiere dort, lege dort meine Orakelkarten, entspanne und dekoriere um.
Dieser kleine Altar ist in den Rauhnächten mein treuer Begleiter.

Gehen wir nun also in die Stille und lassen wir Gedanken und Körper nach der turbulenten Weihnachtszeit zu Ruhe kommen.
Für jeden Tag habe ich eine Karte gezogen, die uns eine Aufgabe anbietet.
Verstehe es als Anregung. Lass dich inspirieren und höre in dich hinein, denn jeder hat so seine eigenen Päckchen zu tragen.

Der Jaguar

Dieses wunderschöne Tier mit dem stechenden Blick, besticht mit seiner Furchlosigkeit. Gelassen tappt er durch seine Wildnis.
Er hat kaum Feinde, er kann es sich leisten. Leise und grazil schleicht er durch den Urwald und kennt seine Gabe fast unsichtbar zu sein.
Der Jaguar wandelt durch Licht und Schatten.

In den Rauhnächten fragt er uns:
– Was hält dich davon ab, Grenzen zu überschreiten?
– Kannst du deine Routinen durchbrechen?
– Kennst du deine Schatten und wie gehst du mit ihnen um?
– Was drückt schon zu lange auf deinen Schulter und möchte losgelassen werden?
– Kannst du dich auf Ungewisses einlassen?
– Kannst du deinem Instikt vertrauen?
– Stellst du dein Licht zu oft unter den Scheffel?
– Gibt es Beziehugen in deinem Leben, die geklärt werden müssen?

Mit dem Jaguar können wir zu Beginn der Rauhnächte ganz tief in unsere Seele eintauchen.
Hell und Dunkel betrachten, ehrlich zu uns sein.
Am besten gelingt das, wenn wir uns in unsere Kuscheldecke hüllen, uns ungestört vor den Altar setzen und zu Beginn eine Weile in die Flamme einer Kerze blicken.
Das macht die Seele weit. Bilder und Erkenntnisse tauchen von ganz allein auf.
Bleibe solange es dir gut tut. Aber gib nicht zu schnell auf. Der Körper ist an stetes Herumwuseln gewöhnt und wird dir am Anfang noch den einen oder anderen Streich spielen.
Danach kannst du dir Notizen in dein Rauhnachttagebuch machen. Notiere auch wie es dir geht und auch, ob an diesen Tag etwas Spezielles vorgefallen ist. Vergiss die Träume nicht, die du während der Rauhnächte hast und auch nicht deine Orakelkarten.
Alles was dir auffällt, gefällt oder dich bewegt findet eine Platz in deinem Buch.
Bevor du zu deinen Aufgaben zurückkehrst, schließe kurz die Augen und gestatte dir noch einen Moment dankbar und achtsam zu sein.
Achte in den zwölf Nächten besonders auf Zufälle und Ereignisse, die dir ungewöhnlich erscheinen.
Notiere auch diese.

Räucherung

Zimtrinde, Mistel, Fichtenharz, Kardamonsamen, Beifuß

Nimm dir die Zeit und genieße es!
Bis morgen, deine Mogrian

Karten aus dem Deck:
Das shamanische Seelenorakel
Alberto Villoldo, Colette Baron-Reid, Marcela Lobos
Illustration: Jena DellaGrottaglia
Erschienen im Ansata Verlag, München
Werbung durch Eigenkauf

4 Kommentare zu „1.Rauhnacht 25.12.2019

  1. Kerzen sind wunderbar! Eine Verbindung zu unserer Seele, zu höheren Wesen und zu den Ahnen. Ich habe vor das Thema ausführlich zu behandeln. Allerdings fällt mir dazu soviel ein, dass ich noch daran bin, die Essenz heraus zuarbeiten. Wie immer, kurz ist schwieriger wie lang😅
    Ich wünsch dir schöne Rauhnächte😊 liebe Grüße Mogrian

  2. Das freut mich, danke!
    Ich bin zufrieden, wenn ich ein paar Inspirationen für diese wunderbar mystische Zeit teilen kann. Zusammen ist doch alles schöner🍄🍀

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