Rauhnächte

4.Rauhnacht 28.12.2019

4.Rauhnacht

Nun sind wir unserer Wahrheit ein Stück näher gekommen.
Doch es existiert noch eine weitere Dimension.
Die zwiespältige Energie, die allem innewohnt. Denn wo Licht ist, ist auch Schatten. In jedem von uns.
Wir dürfen uns nicht über andere erheben, indem wir denken, dass könnte uns nie passieren.
Denn die Anlagen zu scheitern, zu wüten und zu zerstören, liegen in uns allen.
Das Außen ist immer ein Spiegelbild des Inneren. Bei jedem Einzelnen und auch in den Gesellschaften dieser Welt.
Keinen Moment sollten wir vergessen, dass alle Menschen dieser Welt nur eins anstreben, glücklich zu leben und ein Auskommen zu haben. Menschen, die ihre Macht, Möglichkeiten und Stellung missbrauchen, gibt es in allen Ländern.
Wir müssen lernen Dinge zu akzeptieren und doch das Schöne im Leben zu feiern.

Der verrauchte Spiegel

Dies Karte will uns darauf aufmerksam machen, dass wir unsere Realität durch mattes Glas wahrnehmen.
Erziehung, Erlebnisse, Verletzungen, aus alledem setzt sich die Art wie wir die Welt sehen zusammen.
Schauen wir doch mal über den Tellerrand. Und machen wir uns bewußt, dass auch wir durch diese Scheibe betrachtet werden.
Geben wir die letztendliche Kontrolle an die Göttlichkeit ab.
Wir sind nicht dazu gemacht das große Ganze zu begreifen.
Wir können uns nur unserer Art des Wahrnehmens gewahr werden.
– Bist du dir bewusst, dass du oft allein deine Wahrheit als Maßstab aller Dinge siehst?
– Kannst du deine dunkle und deine helle Seite gleichermaßen akzeptieren?
– Wo liegen alte Wunden, die dich in die Irre führen?
– Wieviel Unbehagen bereitet dir Fremdes?
– Kannst du hinnehmen, dass es in dir immer beide Seiten gibt? Kummer und Freude, Wut und Freundlichkeit, Liebe und Hass.
– Kannst du damit leben, dass manche Ereignisse weder einen Sinn haben oder sogar ein Geheimnis bleiben?
Alle unsere Taten beschwören eine Reaktion herauf. Alle unsere Worte können durch nichts in der Welt zurückgenommen werden. Wieviel leichter, wenn wir unsere Muster kennen und uns zu unseren Gunsten und zum Heil aller bewusst und konkret entscheiden können. Die Konsequenzen tragen sich leichter, wenn die Entscheidung mit unserer stets gepflegten und hinterfragten Überzeugung konform geht.

Achtsamkeitsübung

Stelle dich vor einen Spiegel und sieh dich an.
Denke an Dinge, die dich irritieren oder die dir Angst machen.
Stelle dir zum Beispiel vor, du wärst ein Dieb, eine Spinne, eine intregante Person.
Nimm dir Zeit dazu. Fühle, dass es in jedem Menschen, auch in dir, diese Anteile gibt.
Fühle genau, wie es sich anfühlt so zu sein.
Wenn du lange dort verweilst, wirst du dein Urteil über die Person oder das Tier ganz anders wahrnehmen.
Wenn du es auch nicht gutheißen kannst, so kommst du doch weg von der schnellen Verurteilung.
Diese Übung hat sich auch unter dem Jahr schon als sehr hilfreich erwiesen und zum besseren Verständnis des Partners, der Kinder oder des Chefs beigetragen.
Der Schleier hebt sich und du kannst klar sehen.

Räucherungen

Lavendel, Styrax, Salz

Karten aus dem Deck:
Das shamanische Seelenorakel
Alberto Villoldo, Colette Baron-Reid, Marcela Lobos
Illustration: Jena DellaGrottaglia
Erschienen im Ansata Verlag, München
Werbung durch Eigenkauf

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