Rauhnächte

10. Rauhnacht 3.1.2020

10.Rauhnacht, Rituale, Magie, Räucherungen

Die Karte der Mittleren Welt symbolisiert den Zusammenhang der gegenwärtigen Welt der Lebenden, die Wurzeln und Ahnen in der Anderswelt und die himmlischen, geistigen Gefilde.
Wie Körper, Geist und Seele nur als Einheit zu begreifen sind, sind auch die Bereiche der Welt nicht voneinander zu trennen.
Ist die Beziehung zu einer der Welten gestört, hängt das Weltbild schief und sollte korrigiert werden.
Obwohl die Mittlere Welt unsere Gegenwart wiederspiegelt, den gegenwärtigen Moment, beeinflusst doch die Vergangenheit und die Hoffnungen und Wünsche für die Zukunft unsere Wahrnehmung.
Alles ist durch Bänder verbunden, sorgsam sollten wir uns das immer vor Augen führen.

Die Mittlere Welt

Für mich ist diese Karte immer eine Aufforderung meinen Weg zu gehen. Möglichkeiten stehen offen, Chancen sind zum Greifen nah. Obwohl es auch ein Zeichen ist, nicht zu viel zu riskieren, eher im Vertrauen auf gesundes Wachstum dem Pfad zu folgen.
Ich darf mir der starken Wurzeln, dem schützenden Blätterdach und dem festen Stamm gewiss sein.
Die Karte zeigt mir das Wohlwollen von Himmel und Erde. Erinnert mich an die Zeit, die gute Dinge zum wachsen brauchen.
– Ist bei dir Himmel und Erde im Einklang?
– Bist du oft zu zögerlich?
– Läßt du wachsen oder ziehst du zu kräftig an deinen Wünschen?
– Nimmst du Dinge zu ernst oder kannst ihnen ihre Zeit geben und spielerisch damit umgehen?

Achtsamkeitübung

Nimm deine Kuscheldecke und setzte oder lege dich bequem hin. Decke dich nun ganz zu, auch über den Kopf.
Entspanne dich und erkunde deine Wurzeln, bei den Ahnen, in der Anderswelt und in deinem Leben.
Wer ist dir wohlgesonnen? Wo fühlst du dich geborgen? Was erdet dich?
Stelle dich nun aufrecht hin. Rücken gerade, Schultern nach hinten, sei ein starker Baumstamm.
Spüre nun nach, was du empfindest. Fühlt es sich komisch an und du siehst dich nicht stark?
Willst du gen Himmel streben und fühlst deine Energie?
Möchtest du dich sofort wieder klein machen?
Versuche zu spüren, was diese Gefühle auslöst.
Nun setzt du dich hin, siehst in eine Flamme oder auf deinen Altar. Verbinde dich mit deinen Geistwesen oder spüre deinem Glauben nach. Wie stehst du zu der geistigen Welt? Glaubst du nichts? Warum?
Ordne deine Gedanken und Gefühle gegenüber allem Göttlichen.
Bewerte deine Erkenntnisse nicht, notiere sie. Du kannst im Laufe des Jahres immer wieder zu ihnen zurückkehren.
Beobachte mit Neugier, was sich ändert und entwickelt.
Nach einer Weile kannst du die Übung auch wiederholen, bis du deine drei Welten in Einklang gebracht hast.

Räucherungen

Sternanis, Weihrauch

Karten aus dem Deck
Das shamanische Seelenorakel
Alberto Villoldo, Colette Baron-Reid, Marcela Lobos
Illustration: Jena DellaGrottaglia
Erschienen im Ansata Verlag, München

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.