Rauhnächte

Sechste Rauhnacht

Die sechste Rauhnacht bringt uns den Spindelbaum. Oir ist das keltische Symbol, das ebenso für das Element Donner, Tharan, steht.
In der Gesamtheit ergeben sich die Stichworte Süße, Entzücken, sowie plötzlicher Einblick.
Aus dem harten Holz des Spindelbaums wurden Holznägel, Spulen und Spindeln hergestellt.
Das kleine Bäumchen hat eine glatte, graue Rinde, zierliche weiße Blüten und leuchtend hellrote Früchte.
Blitz und Donner symbolisieren den Geistesblitz, die augenblickliche Erleuchtung.

Die sechste Rauhnacht und die Sage von Lugh

Lughs Vater Cian wurde einst von den drei Söhnen des Tiurenn getötet.
Zur Strafe stellte Lugh ihnen acht Aufgaben, die sie lösen mussten.
Die Letzte bestand darin, drei rufe auf dem Berg Cnoc Miodhain ertönen zu lassen.
Sieben der Aufgaben bestanden darin, verschiedenen Zaubertiere und -gegenstände
für Lugh zu beschaffen, was die Brüder auch taten.
Nun machten sie sich an die letzte Herausforderung.
Der Berg gehörte allerdings einem Feind und nachdem sie ihn erklommen und die Rufe
ausgesendet hatten, wurden sie vom Besitzer des Berges getötet.
So erfüllten Brian, Iuchar und Iucharba ihre schwerste Aufgabe, ohne vor dem
Unausweichlichen zu flüchten.
Die Sage erzählt von der Vollendung, sogar vom Lohn der Brüder.

Dies illustriert uns wunderbar die Moral von der Geschichte.
Die Erfüllung einer Aufgabe fordert unsere ganze Hingabe.
Wir müssen uns der Konsequenzen gewahr sein, ebenso müssen wir bereit sein den Preis zu zahlen.
Wenn wir aus der tiefsten Erkenntnis heraus handeln, weil wir spüren handeln zu müssen,
wird uns Erhellung und Glück geschenkt.
Jedoch auch die Rechnung präsentiert.
Das Gleichgewicht wird nicht gestört und unser Weg sorgt für uns, wenn wir bereit sind, auch unsere Schuld auf uns zu nehmen.
Wenn wir hingegen die Abkürzungen wählen und meinen, wir hätten ein Recht auf das Glücklichsein, so werden wir es nie erleben.
Bedenke, was auch immer du tust, es verändert die Welt.

 

Rauhnächte Info  Ogham